Zu
Zur Person von André Werske

Über mich

André Werske

Meine Hauptleidenschaft ist die Eisenbahn. In erster Linie interessiere ich mich vor allem für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Kombination aus ansprechendem Design, modernster Technik und hoher Geschwindigkeit zieht mich immer wieder in ihren Bann. Kein Wunder, dass ich mich gedrängt fühlte, eine Website über die schnellsten Züge der Welt zu erstellen.

In Würzburg bin ich schon immer gerne Straßenbahn gefahren. Das Interesse wuchs mit der Inbetriebnahme der Linie 5 und den damals neuen GT-E-Zügen. Als 1996 die GTN-Züge anrollten, war ich endgültig zum Straßenbahnfreund mutiert. So entstand Ende der Neunziger eine eigener Internetauftritt über die Straba.

Mein drittes Hobby ist der Computer — es interessiert mich einfach alles. Besonders faszinierend finde ich Betriebssysteme, die digitale Bildbearbeitung und das Internet.

Zu guter Letzt sei auf mein Blog hingewiesen. Dort veröffentliche ich ab und zu ein paar Zeilen zu Themen, die mich gerade beschäftigen und informiere, was es Neues auf meinen Seiten gibt.

Ältere Artikel

Wie funktioniert der Betrieb meiner Superzug-Website?

18.08.2017

Wie entsteht ein Artikel für die Website über die schnellsten Züge der Welt? Was gehört zum Betreiben einer Website alles dazu? Diese beiden Fragen möchte ich Euch gerne beantworten.

Sammeln von Informationen

Alles beginnt mit der Recherche nach Informationen über beispielsweise einen neuen Zug. Um einen Überblick zu bekommen, schaue ich zuerst in der Wikipedia nach, was bisher schon über den Zug bekannt ist. Am Ende befinden sich meistens Links zu verschiedenen Quellen. Die speichere ich mir als PDF ab. Über Suchmaschinen suche ich weitere Informationen. Natürlich schaue ich auch bei den Zugherstellern und -betreibern nach Dokumentationen und Neuigkeiten über Hochgeschwindigkeitszüge. In der Bahnhofsbuchhandlung und am Zeitschriftenkiosk blättere ich einschlägige Zeitschriften und Bücher durch — ist die Informationsdichte hoch genug, wird gekauft.

Aus den gekauften Printmedien scanne ich alle relevanten Themen ein, was gerade bei Büchern viel Zeit in Anspruch nimmt. Mit OCR wird der Text maschinenlesbar gemacht. Mithilfe von Spotlight auf dem Mac werden alle gesammelten Informationen indiziert, was mir die spätere Suche enorm erleichtert. Denn selbst wenn man eine sinnvolle Ordnerstruktur zum Verwalten der Dateien anlegt und nutzt: Spätestens wenn mehrere Züge im selben Artikel vorkommen, ist das "schwarz/weiße" Einsortieren für die Recherchen unpraktisch. Also übernimmt die Spotlight-Datenbank die Verstichwortung.

In den letzten Jahren erschienen auf Youtube immer mehr hochinteressante Dokumentationen über den Schienenschnellverkehr. Anfangs verlinkte ich die Videos auf meiner Hochgeschwindigkeitszug-Website am Ende des jeweiligen Artikels. Allerdings sind einige Dokus wieder aus dem Portal verschwunden. Inzwischen lade ich die Videos herunter und verstichworte sie mittels eines selbst entworfenen Portals. Ich sehe mir also das Video an und an interessanten Stellen notiere ich die Zeit sowie eine kurze Zusammenfassung, um was es an jener Stelle geht. Das ist mühsam, aber wenn ich beispielsweise nach dem Stichwort "Tunnelknall" suche, listet mir das Portal alle Videos, in denen das Thema behandelt wird, auf. Klicke ich auf den Link unter dem gewünschten Video, spielt es mir gleich von der Position das Video ab. Es ist kein "Spulen" mehr nötig. Sind die Videos beispielsweise in Chinesisch (Mandarin) und bietet Youtube englische Untertitel an, werden auch diese heruntergeladen, konvertiert und mit ins Portal eingebunden.

Das Schreiben der Artikel

Nun fange ich an, die gesammelten Informationen über den Zug anzulesen und sehe mir die Videos darüber an. Wichtige oder interessante Fakten werden in eine Stoffsammlung übertragen, die ich vorher nach Unterthemen gegliedert hatte. Zu jedem Punkt wird die Quelle, aus der die Information ist, notiert. Es entsteht eine mehr oder weniger umfangreiche Sammlung von Fakten. An einem günstigen Tag — viel freie Zeit, schlechtes Wetter sowie einen Kopf zum Schreiben habend — beginne ich mit der eigentlichen Ausführung. Dazu lese ich mir die ganzen Quellen noch einmal durch. Zum Thema "Reduzieren des Tunnelknalls" mag es beispielsweise fünf Quellen geben. Daraus entsteht ein selbst formulierter, in meinem Schreibstil verfasster Absatz. Es folgen die jeweiligen Nummern zu den Fußnoten und die Fußnoten an sich am Ende des Artikels. Schritt für Schritt wird jedes zu dem Zug passende Unterthema abgehandelt. Das kann sich bei umfangreichen Artikeln über Tage oder sogar Wochen hinziehen. Ist der Artikel fertig geschrieben, lasse ich gerne eine Woche verstreichen und lese erst dann den Aufsatz Korrektur. Trotzdem schleichen sind leider manchmal Fehler ein. Sorry!

Gerne verwende ich eine Streckennetzkarte, um zu illustrieren, wo der Hochgeschwindigkeitszug überhaupt zum Einsatz kommt. Das Kartenmaterial vektorisiere ich aus einem Atlas oder exportiere es aus Openstreetmap. Kostenlose Karten im Internet sind meist zu ungenau oder zu kompliziert aufgebaut oder die Schrift der Städtenamen ist zu klein. Irgendwas passt immer nicht, wie ich es gerne hätte. Nun setzte ich die Punkte der Bahnhöfe ein, an denen der Zug hält und beschrifte die Orte. Anschließend wird noch das Streckennetz eingezeichnet.

Die Technik hinter den Artikeln

Nun mag ich zwar mit dem Schreiben und Skizzieren fertig sein, aber das Publizieren ist eine ganz andere Geschichte. Als ich Ende der Neunzigerjahre mit der Website begann, hatte ich bereits Erfahrungen im Erstellen vom Websites machen können. Das Werkzeug der Wahl war Macromedia Dreamweaver 3. Mein Hoster Strato bot damals aber zu seinen Hostingpaketen kostenlos Adobe GoLive an. Als Bildbearbeitungsprogramm kam Adobe Photoshop zum Einsatz, das ich mir in der Bucht kaufte. 2002 schaffte ich mir eine analoge Spiegelreflexkamera an, 2003 einen exzellenten Flachbettscanner, der auch Dias in sehr guter Qualität scannen konnte. In den darauffolgenden Jahren reiste ich oft mit Hochgeschwindigkeitszügen durch Europa und fotografierte viel. 2005 leistete ich mir eine digitale Spiegelreflexkamera, woraufhin auch die Bildqualität stieg.

In den Jahren 2001 bis 2005 baute ich die Streckennetzkarten in Macromedia Flash MX zusammen. So konnte man jeweils anzeigen lassen, wo welche ICE-Baureihen verkehre und wo die Schnellfahr- und Ausbaustrecken verlaufen. Das machte ich auch für die TGV-Züge, die italienischen Eurostar und die spanischen AVE-Züge. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr internationale Verbindungen hinzu. Probleme mit dem UTF-8-Zeichensatz in Flash MX zwangen mich zum Kauf von Adobe Flash CS 3. Ich setzte mich hin und vektorisierte eine komplette Europakarte mit allen Städten, die von Hochgeschwindigkeitszügen angefahren werden. Das Mammutprojekt wurde in Etappen realisiert. Da inzwischen viele private Websites über Superzüge eingestellt wurden, waren es nun nicht mehr möglich herauszufinden, wo welche Zugtypen fuhren. Ein Portal zum Mitmachen sollte mir helfen, fehlerhafte Strecken zu korrigieren oder Streckenabschnitte zu ergänzen — leider machte nur ein einziger Besucher mit :-(

2009 war die Website über die schnellsten Züge der Welt so umfangreich, dass ich mit dem Pflegen des Inhalts und dem internen Verlinken mehr und mehr überfordert war. Innerhalb von wenigen Monaten stellte ich den Internetauftritt auf ein Datenbanksystem um. Um so viel Flexibilität wie möglich zu haben, es also ganz auf meine Bedürfnisse anpassen zu können und unabhängig von Dritten zu sein, entwickelte ich mein eigenes CMS, statt auf Wordpress, Joomla o.Ä. zu setzen. 2013 erneuerte ich von Grund auf das Design und das Backend, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren und ein zeitgemäßeres Erscheinungsbild aufzuweisen. Das Internet veränderte sich inzwischen. Es wurde mehr und mehr mit Smartphones genutzt. Ich setzte mich mit jQuery mobile auseinander und gestaltete eine Version für das "mobile Web".

Fazit

Nie hätte ich gedacht, wie aufwenig das Erstellen und Betreiben einer so umfangreichen Website ist. Die meiste Zeit bin ich damit beschäftigt, Informationen zu sammeln und auszuwerten sowie die Technik der Website zu aktualisieren. Flash beispielsweise ist passé, interaktives Kartenmaterial zu erstellen mühsam. Eigentlich müsste ich die Website wieder umbauen — diesmal auf ein sogenanntes responsives Design, das auf jedem Gerät funktioniert und gut aussieht. Leider komme ich kaum noch zur eigentlichen Arbeit, dem Schreiben. Und das ist so dringend wie nie zuvor. Der Markt mit Hochgeschwindigkeitszügen wächst und verändert sich ständig. Auf umgerechnet über 800 DIN A4 Seiten beläuft sich der derzeitige Umgang, zuzüglich der technischen Daten, Streckennetzkarten und zahllosen Fotos und einigen Videos. Viele Artikel sind in die Jahre gekommen und nicht mehr aktuell. Bitte sehen Sie mir es nach — jetzt, wo Sie wissen, was alles hinter dem Betrieb meines Webauftritts über die schnellsten Züge der Welt steckt. Vielen Dank.


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